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Gamification. Der heilige Gral der Motivation?

Seit 22 Jahren bin ich begeisterter Computerspieler – oder etwas cooler: ich bin ein „Gamer“. Am Anfang noch mit dem Atari 2600 und Pacman (NOM NOM NOM) über das 8 Bit starke SEGA Mastersystem, Amiga 600 & 1200, Playstation bis hin zum aktuellen PC habe ich viele Stationen durchlaufen. Die Anschaffung des Amiga und des ersten PC wurden den Eltern damals so begründet, dass man damit seine Hausaufgaben machen könne. Natürlich!

Atari 2600 – Einstieg in die Computerspielwelt

Vor ungefähr 3 Jahren kamen plötzlich die Marktingabteilungen und Werber um die Ecke, um meine schöne Gamewelt für ihre Zwecke zu missbrauchen. Sie feiern seit her Gamification als den heiligen Gral, um gelangweilte User zu motivieren und sie angeblich Dinge tun zu lassen, die man sonst teuer nach Indien outsourcen müsste. Totgeglaubten Konzepten wird neues Leben eingehaucht und Startups kaufen ganze Serverfarmen ein, um dem Ansturm, den sie ihren Geldgebern voraussagen, gerecht zu werden. Dafür gibt es von mir den „AWESOME OPTIMISM BADGE“!

„Du hast auf den Kontaktlink geklickt – 2000 Punkte! Teile das mit deinen Freunden!“ So ähnlich sehen viele Gamifizierte Anwendungen (oder was die Betreiber dafür halten) heute aus. Kein Herausforderung, keine Motivation, keine Story. Nur Punkte, Badges und tausend verdammte Teilen und Like Buttons! Das kann es doch wahrlich nicht sein.

Um nicht kampflos den Platz zu verlassen, habe ich mich eingehend mit dem Thema auseinandergesetzt. Das Fazit: der Großteil der von Spielen ausgehenden Faszination, beruht auf positiver Psychologie, Feedback und der draus resultierenden Motivation. Kurz gesagt:

Gib dem User ein motivierendes Ziel, dass es durch das überwinden von Hürden nach bestimmten Regeln zu erreichen gilt. Punkte sind lediglich Feedback Elemente. Feedback ohne Herausforderung ist wertlos und nicht motivierend.

Mittlerweile habe ich soviel zu diesem Thema zusammengetragen, dass daraus ein Vortrag entstanden ist.

Zum Vortrag Gamification

Die Präsentation ist übrigens mit dem HTML5 Framework reveal-js erstellt worden, weswegen ihr einen aktuellen Browser nutzen solltet.

UPDATE:
Mittlerweile hatte ich die Möglichkeit auf dem Braincamp Cologne meinen Vortrag vor einem etwas größeren Publikum zu präsentieren. Hier das Video dazu.

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