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Webinale Review

Ich war auf der Webinale. Eine Konferenz die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Marketing, Design und Technik zusammen zu bringe und damit genau meinen Nerv getroffen hat. Also auf nach Berlin!

Webinale in Berlin


Das Negativste an der Veranstaltung war eigentlich nur, dass man sich entscheiden musste welchen Vortrag man sich anhören wollte. Ständig musste man abwägen, zwischen dem was einen Interessierte und dem, was man eventuell im Berufsalltag benötigte. Nachdem ich den wohl schlechtesten Vortrag der Webinale erwischt habe, den ich eben nach dem Gesichtspunkt “Könnte ich im Job gebrauchen” gewählt habe, habe ich diese Kriterien gänzlich über den Haufen geworfen und bin sehr gut damit gefahren. Bereits in meinen früheren Schulzeugnissen bemängelten die Lehrer, dass ich zu interessenbetont lernen würde – war auf der Webinale aber gar nicht schlimm, da die Schnittpunkte (Job und Interesse) immer noch sehr groß waren. Auf den miesen Vortrag will ich nicht weiter eingehen und um nichts in der Welt möchte ich in der Haut des Referenten gesteckt haben, der hilflos mit ansehen musste, wie sich der zu beginn prall gefühlter Saal binnen Minuten leerte.

Kommen wir zu den Vorträgen, die mich beeindruckt haben, in chronologischer Reihenfolge.

Zuallererst war da Pragmatische Psychologie im mobilen Onlinemarketing von Christoph Kolb oder wie er es nannte “Rockstar Marketing”. Komplexes Nutzerverhalten ganz einfach erklärt und hervorragend präsentiert.  Im Grunde lässt sich vieles vom Nutzerverhalten auf die Faulheit des Menschen zurückführen oder das Bedürfnis sich mit anderen zu Vergleichen. Der ganze Vortrag hat meine Erwartungen mehr als erfüllt und sympatisch ist der Christoph obendrein. Er ist ein begeisterter Gamer.

Ein Vortrag, auf den ich die ganze Zeit hin gefiebert hatte kam am zweiten Tag. Webdesigntrends 2011 vom Smashing-Magazin Gründer Vitaly Friedman. Der Raum war voll. Richtig, richtig voll! Die Leute saßen auf dem Boden und standen in den Ecken, um zu hören, was gerade aktuell ist und was kommen wird. Um Design ging es diesmal gar nicht so sehr, da sich zum Vorjahr nicht wirklich viel getan hat. Vielmehr aber die Herangehensweise und Techniken die die zunehmenden unterschiedlichen Endgeräte und Auflösungen fordern. Damit einhergehende Usability Problematiken und Lösungen wurden gezeigt. Gestaltung wurde aber nicht gänzlich unter den Tisch gekehrt. Zeitgemäße Lösungen zu den eben genannten Herausforderungen wurde präsentiert  und was definitiv nicht mehr gemacht werden sollte. Und es wurde natürlich ein wenig auf den IE geschimpft. Der IE6 ist Tod, wurde nicht nur in diesem Vortrag gesagt.

Der dritte Session die mich begeistert hat war eine Keynote. Der Virale Faktor von Martin Oetting. Der gute Mann sprach mir aus der Seele. Marketingabteilung die kein Problem damit haben das ganze Internet mit Werbung vollzukleistern aber wenn 10 negative Stimmen im Social Web auftauchen der , ihnen der Angstschweiß auf der Stirn. Was fällt dem Kunden eigentlich ein seine Meinung zu sagen? Und dann auch noch öffentlich! Und dann die so passende Anekdote, die ich jedem Marketingmenschen ans Herz lege:


http://www.youtube.com/watch?v=BRY9zebzJe0

 

Das waren nur drei Beiträge, positive Erwähnung hätten weit mehr verdient. Viel neues (für mich) gab es auch in den Session die das Social Web als Kernpunkt hatten. Wo Geschäftsmodelle beleuchtet wurden und Dinge, die über kurz oder lang auch in Deutschlands Onlinewelt Einzug halten werden, vorgestellt wurden. Stichwort Social Commerce.

Trotz der unterschiedlichen Ausrichtung der Vorträge, gab es doch einen einheitlichen Kern: Das endlich der Nutzer und damit auch der Nutzen von Webseiten und Marketingaktionen im Mittelpunkt stehen muss, um bei den Konsumenten anzukommen. Denn dem Kunden muss man es recht machen, nicht den Managern, die bestimmen wollen, wo die Leute langlaufen und wo nicht.

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